Bezirksdelegiertenkonferenz "In unserem Element"

Rückblick auf erfolgreiche 4 Jahre, Ausblick auf neue Herausforderungen

„Deutschland liegt im Herzen Europas und Baden-Württemberg ist das Herz des deutschen Mittelstandes. In dieser Position ist der Widerstand gegen Grenzabschottung, Polemik und Rassismus Pflicht.“ fordert IG BCE Bezirksleiter Karsten Rehbein am Samstag bei der Bezirksdelegiertenkonferenz der IG BCE in Malsch. Vor 80 Delegierten begrüßte Rehbein auch zahlreiche Gäste. Darunter die Landesbezirksleiterin Catharina Clay, die Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek und Elmar Himmel, Bürgermeister von Malsch.

Nils Winternheimer, IG BCE

Bezirksvorstand IG BCE Karlsruhe V.l.: Thomas Lampart ,Uwe Riedinger, Wenke Macher, Karsten Rehbein, Dirk Schmitz-Steinert, Roman Plocher, Willi Schulz,Klaus Kreidler, Axel Schmider, Peter Hauck, Dieter Brettenmeier,  Günter Ebersold und Thomas Niebrügge. Nicht im Bild: Marina Kohler, Dieter Antritter.

Die politischen Bedingungen in Europa, in der Welt, verschieben sich. Ob USA, Österreich oder bei den anstehenden Wahlen in Frankreich oder Deutschland. Die IG BCE sei bei solchen Fragen in ihrem Element und wird sich in Zukunft noch stärker um den sozialen Ausgleich in der Gesellschaft einsetzen. Deshalb auch das Motto der Konferenz „In unserem Element“.

Gemeinsam stellten die Vorsitzenden der gewerkschaftlichen Jugend und der Senioren, Wenke Macher und Volker Hetzel, die Resolution „Wir stehen für einen statt spalten“ vor. „Gegen Ausgrenzung und für Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit. Dies sind unsere Werte. Deshalb rufen wir zum Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch am 3. Juni in Karlsruhe auf.“ So die beiden vor den Delegierten.

„In unserem Element“ unter dem Motto erläuterte die Landesbezirksleiterin Catharina Clay die besonderen Herausforderungen der IG BCE in der heutigen Zeit. Themen vom Brexit über Ausgrenzung, von den eigenen Ängsten bis zu Fake-News sind die, die Menschen beschäftigen. Können wir als IG BCE darauf antworten? Wofür stehen wir? In den neuen Standpunkten der Organisation wurde genau darauf aufmerksam gemacht. Die Werte der IG BCE, die seit 20 Jahren uns begleiten stehen für eine solidarische Gesellschaft, für die Unterstützung der Schwächeren und für die Schaffung von Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen. Den Menschen im Betrieb und am Gartenzaun müssen wir klar machen, dass die IG BCE stark für ihre Mitglieder eintritt und dem Populismus, der Ausgrenzung, dem Hass und der Isolation entgegen stehen, so Catharina Clay.

Weiterhin sprach sie in Richtung der politisch Verantwortlichen die klare Erwartung aus, dass es ein Rentenniveau geben muss, von dem jeder Mensch leben können muss. Wer ein Leben Lang gearbeitet hat darf nicht arm in Rente gehen. Es kostet zwar viel Geld, aber es muss hier investiert werden, um Altersarmut und der weiteren Spaltung der Gesellschaft zu begegnen. Genau so muss der Wert von Arbeit stärker in den Blickpunkt rücken. Die 4. Industrielle Revolution oder auch Digitalisierung genannt erfordert neue Wege und Antworten. Sie können aber nicht so lauten, dass Arbeitnehmerrechte weiter eingeschränkt oder die Arbeitsschutzgesetze aufgeweicht werden. Das ist unklug und bekommt von der IG BCE eine klare Absage. Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, Sicherheit, Teilhabe und Gestaltung von Arbeitsbedingen die nicht krankmachen, sind weiterhin die Aufgaben der IG BCE. Damit diese Themen im Betrieb umgesetzt werden können, sind Vertrauensleute und Betriebsräte von zentraler Bedeutung und daher müssen sie von allen Seiten gestärkt werden.

Im weiteren Verlauf wurden neben der Wahl des neuen Bezirksvorstands die Delegierten zur Landeskonferenz und zum Gewerkschaftskongress gewählt.

Dem neuen Bezirksvorstand gehören an:

Dieter Antritter, Dieter Brettenmeier, Günter Ebersold, Peter Hauck, Marina Kohler, Klaus Kreidler, Thomas Lampart, Wenke Macher, Roman Plocher, Uwe Riedinger, Willi Schulz, Axel Schmider.

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